SNB pumpte im Juni erfolglos 59 Mrd. Fr.
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SNB pumpte im Juni erfolglos 59 Mrd. Fr.


Die Schweizerische Nationalbank (SNB) musste den Euro-Mindestkurs vehement verteidigen. So kletterten die Währungsreserven zwischen Ende Mai und Ende Juni 2012 von 305,94 Milliarden auf 364,93 Milliarden Franken. Ein kontinuierlicher Anstieg der Giroguthaben der Geschäftsbanken bei der Nationalbank deutete diese Entwicklung bereits an.

Kritiker sagen, dass die Devisenmarktinterventionen unter dem Strich nichts gebracht hätten. Am 31. Mai 2012 notierte der Eurokurs bei 1,2007 CHF. Der Schlusskurs des Devisenpaar am Stichtag 29. Juni 2012 lag bei EUR/CHF 1,2010. Aktuell notiert der Schweizer Franken gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung bei 1,2009.

Mindestkurs-Befürworter halten von einer solchen Argumentation nichts. Durch die konsequente Verteidigung der Untergrenze verbessere sich die Planungssicherheit für Unternehmen und private Haushalte. Die Unsicherheit gehe zurück und das Vertrauen steige. Dies sei elementare Voraussetzung, damit die Schweizer Wirtschaft wachsen könne.

Allerdings könnte der Rückhalt in der Bevölkerung für den Mindestkurs langsam schwinden, wenn die Fremdwährungsbestände und damit die Risiken in dem Tempo der letzten Monate (+25 Prozent) weiter steigen. Legt man den Devisenschatz der Nationalbank auf die Bevölkerung um, dann gehören davon jedem Schweizer 47.403 Franken.

Dies ist höher als das Pro-Kopf-Einkommen, dass rund 45.000 Franken beträgt. Steigen die Devisenreserven in gleicher Geschwindigkeit weiter, dann stünden sie am Jahresende bei 1.392 Milliarden Franken. Der Pro-Kopf-Anteil entspräche 180.779 Franken und wäre viermal so groß wie das jährliche Durchschnittseinkommen.