SNB-Reserven fallen auf 225 Mrd. Sfr
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SNB-Reserven fallen auf 225 Mrd. Sfr

Die Fremdwährungsreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) fallen den zweiten Monat hintereinander. Von Devisenmarktinterventionen kann nicht mehr die Rede sein. Vielmehr verkauft die SNB ausländische Devisen und macht damit den Schweizer Franken sogar noch stärker. Der interimistische SNB-Präsident Thomas Jordan ist dabei die Bilanzsumme auszudünnen und langfristige Inflationsgefahren zu reduzieren.

Zwischen Ende Januar und Ende Februar 2012 fällt der Gegenwert der ausländischen Devisenreserven in den Tresoren der Nationalbank von 229,4 auf 224,9 Milliarden Franken (-1,97 Prozent). Unter dem ehemaligen SNB-Chef Philipp Hildebrand wurde noch ein deutlich aggressiverer Kurs gefahren. So beliefen sich die Fremdwährungsreserven zum Ende September 2011 auf 282,4 Milliarden Franken.


Jordan will offenbar verhindern, dass die Devisenreserven der Nationalbank das eidgenössische Bruttoinlandsprodukt (BIP) übersteigen. Sein Vorgänger war auf dem besten Weg dies bis zum Jahresende 2012 zu schaffen. Hildebrand schraubte die Euro-Bestände nach oben, wodurch es ihm gelang, den Eurokurs bis Anfang Dezember 2011 auf 1,2443 CHF zu treiben.

Aktuell steht das Devisenpaar bei EUR/CHF 1,2053 und befindet sich seit Wochen in einer extrem engen Handelsspanne. Die Mikrobewegungen sind ein Phänomen der Euro Franken Kursentwicklung und auf die Mindestkurspolitik der Nationalbank zurückzuführen. Der Euro Dollar fällt derweil von 1,35 auf 1,31, während der Dollarkurs CHF von 0,89 auf 0,92 steigt.

Unterdessen sinkt die Arbeitslosigkeit in der Schweiz um 1.163 auf 133.154 Personen. Die Arbeitslosenrate verharrt bei 3,4 Prozent. Es herrscht weiterhin Vollbeschäftigung, die laut Volkswirten ab Arbeitslosenraten unterhalb von vier Prozent beginnt. Im Euroraum ist die Arbeitslosenquote mit 10,7 Prozent mehr als dreimal so hoch.