3 Dinge, die den Euro sofort auf 1,20 Franken steigen lassen
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3 Dinge, die den Euro sofort auf 1,20 Franken steigen lassen

Der Euro schwebt auf Wolke sieben, und so kostet er im Moment 1,16 Franken. Weil die Eurozone dabei ist ihr Wirtschaftswachstum auf 2,5% zu beschleunigen, könnte da noch mehr gehen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit es zu einem Überschießen des EUR/CHF-Kurses auf 1,20 kommt.

"Der Franken ist aber weiterhin hoch bewertet, und die Situation am Devisenmarkt ist nach wie vor fragil", heißt es im Quartalsheft der Schweizerischen Nationalbank (SNB), das am 20. September 2017 bei einem EUR/CHF-Kurs von 1,1530 veröffentlicht wird. Demnach dürfte der Euro auch bei 1,16-1,19 Franken hoch bewertet sein. Erst bei 1,20 wäre aus SNB-Sicht wohl eine normale Bewertung erreicht.

Daraus folgt: Die SNB wird dem Abwertungsschicksal des Franken, wenn es sich denn fortsetzen sollte, nicht in die Speichen greifen. Sie wird es tunlichst unterlassen über Maßnahmen, die einer Abschwächung des Schweizer Frankens einen Riegel vorschieben würden (z. B. Ende des Negativzinses von -0,75%) zu spekulieren.

Man muss sogar mit Firekrackern der SNB rechnen: So könnte Notenbankchef Thomas Jordan in einem Zeitungsinterview oder bei einem Redeauftritt die vermeintliche Wachstumsschwäche der Schweiz mit dem inzwischen doch schon einigermaßen rasanten Konjunkturaufschwung der Eurozone kontrastieren.

Das Schweizer Wirtschaftsministerium hat gerade seine Wachstumsprognose von 1,4% auf 0,9% eingedampft. Die Eurozone ist hingegen dabei im laufenden Jahr ein Wachstum von 2,2%-2,5% zu erreichen. So zählte Wachstumsrate der Eurozone im September 2017 zu den höchsten in den zurückliegenden sechs Jahren, zeigen brandneue Einkaufsmanager-Daten von IHS Markit.


Voraussetzungen für ein Überschießen des Euros auf 1,20 Franken:
  1. Die Wachstumsschere zwischen der Eurozone und der Schweiz geht noch weiter auf, beispielsweise weil die Schweiz Probleme mit ihrem überhitzten Immobilienmarkt bekommt.
  2. Die EZB-Direktoren deuten in Zeitungsinterviews, Reden, Sitzungsprotokollen etc. an, dass sie Ende Oktober substanzielle Beschlüsse zum Rückbau der ultralockeren Geldpolitik fassen werden.
  3. Der Zinsunterschied zwischen dem Klassenprimus Deutschland und dem größten Sorgenkind der Eurozone, Italien, verkleinert sich. Aktuell beträgt die Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen Staatsanleihen aus Italien und Deutschland 1,66%. Bei einem Rückgang auf 1,50% bekäme der EUR/CHF-Kurs neuen Rückenwind.