EUR/CHF-Entwicklung: Was führende Experten 2018 erwarten
+++ Euro mit Wochenschluss auf 1,16 Franken +++
EUR/CHF-Kurs mit höchstem Stand seit knapp 3 Jahren...>
Home » » EUR/CHF-Entwicklung: Was führende Experten 2018 erwarten

EUR/CHF-Entwicklung: Was führende Experten 2018 erwarten

Der Euro wird im 1. Quartal 2018 auf 1,20 Franken steigen, prognostiziert Frankreichs Großbank Société Générale. Die Devisenexperten der Investmentbank Merrill Lynch rechnen hingegen mit einem Rückfall auf 1,12 Franken. Aktuell kostet der Euro knapp 1,15 Franken. In ungeraden Jahren geht es bei der Devisennotierung zur Sache.
  • 1 Euro = 1,0640 Franken: Ende Februar 2017 fällt der Euro auf den tiefsten Stand seit anderthalb Jahren.
  • Ein erstes Ausrufezeichen setzt der Euro nach der Macron-Wahl im Mai: Er steigt auf 1,0986 Franken.
  • Ende Juni fällt der Euro kurz auf 1,0830 Franken zurück.
  • Mit Draghis Sintra-Rede im Rücken steigt er bis Ende Juli auf 1,1090 Franken.
  • Im August zündet der Euro den Turbo: Ein Raketen-Anstieg befördert ihn auf 1,1537 Franken.
Die Kombination aus dem sehr tiefen Schweizer Negativzins und der Aufblähung der Bilanzsumme der Schweizerischen Nationalbank (SNB) habe "völlig fehlgeschlagen" den Franken abzuschwächen, sagt das Research Société Générale. Vielmehr habe der Ausblick auf eine straffere EZB-Geldpolitik und der sich verringernde Zinsabstand zwischen Deutschland und den Euro-Peripherieländern den EUR/CHF-Kurs steigen lassen. (ℹ Société Générale Cross Asset Research, efxnews.com).


Weiterlesen: Fairer EUR/CHF-Kurs gemäß Kaufkraftparität sinkt von 1,27 auf 1,21

Ungerade Jahren machen den EUR/CHF-Kurs ganz offenbar unruhig: 2015 kam es zum Frankenschock mit einem Absturz von 1,20 auf 0,95. 2011 sank der Euro in den ersten acht Monaten von 1,30 auf 1,01 Franken. Dann führte die SNB den Mindestkurs ein, worauf der Euro in sekundenschnelle auf 1,22 Franken hochschoss. 2007 kletterte der EUR/CHF-Kurs auf ein Allzeithoch bei 1,68 Franken.

Der Euro werde bis Jahresende auf 1,12 Franken sinken, sagen die Devisenexperten von Merrill Lynch. Die jüngste Abschwächung des Schweizer Frankens sei übertrieben. (ℹ cash.ch). Ähnlich hatte sich zuvor bereits JP Morgan Asset Management geäußert. Für eine Portion Skepsis spricht ferner, dass der Euro im Sommer 2015 und 2016 erzielte Kursgewinne gegen den Franken nicht hat halten können.