EUR/CHF-Ausblick: Weitet sich die Verlustserie aus?
+++ Euro erholt sich von 1,1410 auf 1,1460 Franken +++
Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
Home » » EUR/CHF-Ausblick: Weitet sich die Verlustserie aus?

EUR/CHF-Ausblick: Weitet sich die Verlustserie aus?

Der Euro muss die zweite Verlustwoche in Folge gegen den Schweizer Franken hinnehmen, und so notiert der EUR/CHF-Kurs aktuell bei 1,0890. Weil Trumps Vorgehen gegen Nordkorea an das seiners Vorvorgängers im Irak erinnert, wird die Finanzwelt auch künftig ohne den Schweizer Franken nicht auskommen. Dem Euro werden schwache Inflationsdaten zu schaffen machen.

Macht US-Präsident Donald Trump mit seinen Provokationen am Ende des Tages des Euro weicher und den Franken stärker? Der US-Präsident benimmt sich unkonventionell, aber er führt nur das fort, womit sein Vorgänger Obama angefangen hat: Die USA ziehen sich aus Europa zurück und engagieren sich stärker in Asien.

"Die Realität sieht so aus, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen militärischen Konflikt (...) an der Demarkationslinie gibt", sagte unlängst Südkoreas neuer Präsident Moon Jae-in. Gäbe es einen zweiten Koreakrieg, stünde der Schweizer Franken wieder hoch im Kurs.

Es sind bereits Parallelen zur Bush-Präsidentschaft und der Begründung des Irak-Kriegs vorhanden. US-Präsident Trump will der Welt und vor allen seinen Landsleuten weismachen, dass von Nordkoreas unterernährten Soldaten mit ihrem sehr altem Kriegsgerät eine Gefahr für den Weltfrieden ausgehe.


"Einer potenziellen, deutlichen Aufwertung des Schweizer Franken dürfte die Schweizerische Nationalbank auch weiterhin mit Interventionen entgegentreten", heißt es im aktuellen Devisenkommentar der in Zürich ansässigen DZ Privatbank. Das Geldhaus rechnet auf Sicht von zwölf Monaten damit, dass der EUR/CHF-Kurs bei 1,09 auf der Stelle treten wird.

Wohin sich der EUR/CHF-Kurs in der kurzen Sicht entwickelt, wird man am Mittwoch sehen, wenn Eurostat neue Inflationszahlen vorlegt. Analysten erwarten ein Absinken der jährlichen Teuerungsrate in der Eurozone von 1,9% im April auf 1,5% im Mai. Das gebe der eine Woche später tagenden EZB die nötige Rückendeckung ungeachtet des kräftigen Wirtschaftsaufschwung ihre radikalen Geldpolitik fortzusetzen.

Fazit:
Ein Rückgang der Euro-Inflation in der kommenden Woche und ein stures Festhalten an der ultralockeren Geldpolitik durch die EZB in der übernächsten Woche könnten dem EUR/CHF-Kurs Verlustwochen drei und vier einbrocken.