EUR/CHF-Ausblick: Zeit einfacher Kursgewinne vorbei
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Freiheit statt Sozialismus: Euro-Warnlampe blinkt...>
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EUR/CHF-Ausblick: Zeit einfacher Kursgewinne vorbei

Der Angriff des Euros auf die Marke bei 1,10 Franken lässt auf sich warten. Es gibt so einige Gefahren, die am Horizont lauern. So zum Beispiel die Abstufung der Kreditwürdigkeit Chinas durch die Ratingagentur Moody's. Ferner warnt die EZB vor hohen Schuldenständen einzelner Euroländer. Die Charttechnik sagt: Besser jetzt ein Rücksetzer beim EUR/CHF-Kurs, um dann zum Jahresende stabil über 1,10 zu sein.

Hat China ein Problem, dann hat früher oder später auch Deutschland ein Problem, dessen Exporterfolge ohne die riesigen chinesischen Absatzmarkt nicht denkbar sind. Und wenn Deutschland schwächelt, hat es der Euro schwer. Anders als von 2000-2006, als es in Frankreich und Spanien gut lief, ist derzeit kein Euroland in der Lage, eine etwaige Wachstumsschwäche Deutschlands auszugleichen.

Die Ratingagentur Moody's hat nun ersten Mal seit knapp 20 Jahren Chinas Kreditwürdigkeit abgestuft. Auch in Europa drücken die Schulden. Die Europäische Zentralbank (EZB) sorgt sich, dass die Schuldentragfähigkeit von schwachen Euro-Staaten angezweifelt werden könnte. Diese Gefahr habe seit November 2016 zugenommen, teilte die EZB in einem Bericht zur Finanzstabilität mit.


Charttechniker favorisieren einen Rückfall des Euros in den Trendkanal mit einem zwischenzeitlichen Tiefstkurs zur Jahresmitte bei 1,0750 Franken. Danach könnte es dann zu einer breit untermauerten Aufwärtsbewegung kommen. Sollte es auf dieses Szenario hinauslaufen, könnte der Euro zwar erst im Herbst auf 1,10 Franken steigen. Das Risiko, dass eine solch langsamer Anstieg auf Sand gebaut wäre, wäre allerdings recht gering.