Hartwährung auf der Wunschliste vieler Schweizer ganz oben
+++ Euro steigt auf 1,1405 Franken (19:43 Uhr)
Der Euro ist bei Spekulanten sehr begehrt...>
Home » » Hartwährung auf der Wunschliste vieler Schweizer ganz oben

Hartwährung auf der Wunschliste vieler Schweizer ganz oben

Wer darauf setzt, dass sich der Franken abschwächt, weil internationale Großinvestoren die Schweiz meiden, ist schief gewickelt. Es sind nicht die Ausländer, die den Franken stark machen. Der Franken war, ist und bleibt eine Hartwährung, weil es die Schweizerinnen und Schweizer so wollen. Die Berner Regierung handelt entsprechend.

"Du hast Gold, du hast den Yen, nehm diese und hör auf in meine Währung zu gehen". Das sei die Message der Schweizerischen Nationalbank (SNB) an ausländische Investoren, sagt Ludovic Colin, Chef für Festverzinsliche bei Vontobel. "Verwende nicht meine Währung als sicheren Hafen, weil ich das bekämpfen werde", zitiert Bloomberg den aus dem Blickwinkel der SNB sprechenden Anleiheexperten.

Unbeeindruckt davon wird der Franken wieder stärker. Im Gegenzug sinkt der Euro mit 1,0682 Franken auf den tiefsten Stand seit vier Wochen. Ursache der Frankenstärke dürfte nicht Kapital aus dem Ausland sein, das einen sicheren Hafen sucht und in die Schweiz fließt. Dass der Euro kein Bein gegenüber dem Franken auf den Boden kriegt, ist den Schweizern zuzuschreiben, und sonst niemandem.

Buy Suisse

Schweizer Anleger sehen keine Notwendigkeit so hohe Summe im Ausland anzulegen, wie sie es vor der Euro-Schuldenkrise und der Finanzkrise taten. Man kann genauso gut zu Hause bleiben, zumal die Schweizer Wirtschaft inzwischen wieder genauso stark wächst wie die im umliegenden Euroraum. Warum soll man also teure deutsche Aktien oder Staatsanleihen aus Italien und Spanien, die beinahe Ramsch sind, kaufen?

"Der Franken befindet sich weiterhin in seinem Jahrzehnte andauernden Aufwärtstrend. Dieser Aufwärtstrend ist realwirtschaftlich begründet in der starken Wirtschaft und somit erwünscht", heißt es in einem Artikel auf "Inside Paradeplatz". Und weiter: "Es ist keine Trendumkehr in Sicht und auch nicht erwünscht."

In diesem Zusammenhang sei an die Worte des des Schweizer Bundespräsident Johann Schneider-Ammann erinnert. Er sagte Ende 2016: "Was den Schweizer Franken anbelangt. gilt: Er ist stark, er wird stark bleiben und wir bewältigen die Stärke des Schweizer Frankens indem wir in Bildung, Forschung und Innovation investieren."