EUR/CHF-Ausblick: Ostern wird heikel
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EUR/CHF-Ausblick: Ostern wird heikel

Am Devisenoptionsmarkt ziehen Händler die Notbremse: Raus aus dem Euro, rein in den Schweizer Franken, und zwar so schnell wie möglich. Wie sich die Stimmung in den letzten Handelstagen verschlechtert hat, ist dramatisch. Die USA legen sich mit dem Regimen in Syrien und Nordkorea an, was die stets neutrale Schweiz und ihre Währung bei Anlegern noch beliebter macht.

Es ist ein kleines Erdbeben: Das einmonatige Risk Reversal für den EUR/CHF-Kurs sinkt binnen zwei Handelstagen dramatisch von -1,5% auf -3,05%. So tief stand der wichtige Indikator für den EUR/CHF-Kurs zuletzt beim Brexit. Es gilt sich darauf vorzubereiten, dass 1 Euro über Ostern nur noch 1,06 Franken wert sein wird. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird versuchen das zu verhindern.

Aber sie kämpft gegen Windmühlen. Gemäß Pflichtmitteilungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) intervenierte Thomas Jordans Truppe in den letzten Monaten so viel wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das zeigt: Weder die konjunkturelle Erholung in der Eurozone, noch die Verringerung der EZB-Anleihekäufe um 20 Milliarden Euro pro Monat, stützen den Euro.


Erst hatten wir kein Glück, und dann kommt auch noch Pech hinzu, dürfte man sich bei der SNB denken. Donald Trump fackelt nicht lange. Nachdem dem dem die USA mit einer militärischen Intervention in Syrien überraschte, muss Nordkorea mit etwas ähnlichem rechnen. Die USA schicken einen Flugzeugträger vor die Haustür von Machthaber Kim Jong-un.

Warum kann das militärische Eingreifen der USA den Franken stärken: Weil Trump wenig Rücksicht auf die Befindlichkeiten Russlands (Syrien) und Chinas (Nordkorea) nimmt. Wenn sich die Beziehungen zwischen den drei Großmächten verschlechtern, dann wäre das ein triftiger Grund für Anleger nach Sicherheit im Franken zu suchen.

Würde das Säbelrasseln mit einer Korrektur an den Aktienmärkten einhergehen, würde die Flucht aus vermeintlich riskanten Vermögenswerten wie Aktien die Nachfrage nach dem Schweizer Franken weiter erhöhen.