Tilgungsträger von Franken-Krediten besser als ihr Ruf
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Tilgungsträger von Franken-Krediten besser als ihr Ruf

Weil Österreichs Aktienmarkt auf den höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren steigt, profitieren Franken-Kreditnehmer mit aktienbasiertem Tilgungsträger. Noch besser geht es jenen, die in deutsche Aktien sind, als hier neue Rekordhochs winken. Bei den Zinsprodukten bleibt der Weg steinig, aber gangbar: Die Altverträge bringen nach heutigen Maßstäben mit Garantiezinsen von 2,25% bis 3,25% recht üppige Renditen.

Der ATX ist seit letzten Sommer um 38% auf 2.742 Punkten geklettert. Damit notiert Österreichs Blue-Chip-Index so hoch wie seit Juli 2011 nicht mehr. Das Rekordhoch vom Juli 2007 bei 4.971 Zählern ist aber noch ein gutes Stück entfernt. Der Dax steht hingegen mit 11.705 Punkten kurz davor sein Allzeithoch vom April 2015 bei 12.375 Zählern zu knacken.


"Aus der von der OeNB im Sommer 2016 durchgeführten Tilgungsträgerkreditumfrage geht hervor, dass die aggregierte Deckungslücke zwischen der aus dem Tilgungsträger erwarteten Ansparsumme am Laufzeitende und dem aushaftenden Kreditvolumen mit rund 6,2 Mrd EUR nach wie vor sehr bedeutend ist", heißt es in einem Bericht der Österreichischen Nationalbank (OeNB).

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Trotz der Aktien-Rallye dürfte sich die Deckungslücke nicht verkleinert haben. Das liegt zum einen daran, dass die meisten Franken-Kreditnehmer als Ansparprodukt eine festverzinsliche Lebensversicherung gewählt haben, um von den Launen der Börse unabhängig zu sein. Zum anderen notierte der Euro im Sommer 2016 noch bei 1,08-1,10 Franken. Inzwischen ist 1 Euro nur noch 1,06-1,07 Franken wert.

Wer einen Franken-Kredit mit einer Lebensversicherung als Ansparprodukt zwischen 2000-2003 vebandelte, dem steht in Österreich ein Garantiezins von 3,25% zu. Für 2004 bis 2006 liegt der Garantiesatz bei 2,75% und für 2007 bis zum Vergabestopp von Fremdwährungskrediten im Jahr 2009 bei 2,25%. Die Verträge empfiehlt es sich weiterlaufen zu lassen, da Kündigungen teuer und der Garantiezins bei Abschluss eines Neuvertrags heute bei lediglich 1% liegt.