Euro mit schwachem Wochenfinish hauchdünn über 1,06 CHF
+++ Euro erholt sich von 1,1410 auf 1,1460 Franken +++
Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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Euro mit schwachem Wochenfinish hauchdünn über 1,06 CHF

Die zunehmende Nachfrage nach Sicherheit spielt dem Schweizer Franken in die Karten, und so sinkt der EUR/CHF-Kurs auf 1,0635. Das ist der tiefste Stand seit einer Woche und wohl nicht das Ende der Fahnenstange. Es bahnt sich die nächste Umwälzung an. Voll auf ihre Kosten kommen derzeit die Anhänger von "Merkel muss weg". Zieht der Mehltau der deutschen Kanzlerin ab, dürfte der Euro steigen.

Beim EUR/CHF-Kurs nehmen laut Charttechniker die Risiken eines größeren Ausverkaufs zu. Die Lage ist vergleichbar mit der zwischen Ende Dezember und Ende Januar, als der Euro zunächst in einer engen Handelsspanne zwischen 1,0690 und 1,0750 Franken lag. Am 26. Januar kam es dann schließlich zu einer Zäsur (Vgl. Liveticker: Umwälzung beim EUR/CHF-Kurs)

Seit drei Wochen befindet sich der EUR/CHF-Kurs in einer engen Handelsspannen zwischen 1,0630 und 1,0690 Franken. Momentan läuft der dritte Versuch die untere Begrenzung zu knacken. Die zwei vorherigen scheiterten wohl an der Schweizerischen Nationalbank (SNB), deren zuletzt wieder gestiegene Sichteinlagen auf versteckte Interventionen am Devisenmarkt hindeuten.


49% wollen Martin Schulz als deutschen Bundeskanzler und nur 38% Angela Merkel, zeigt eine aktuelle ZDF-Politbarometer-Umfrage. Die Deutschen wählen in der Regel ihre Kanzler ab, so dass der Herausforderer nicht so glänzen muss. Die Kanzlerin hat bis heute kein Konzept vorgelegt, wie man den Euro modernisiert. Das Ergebnis: Die Ungleichgewichte werden immer größer, Merkel und Schäuble pochen auf das Export-Schneeballsystem.

Wird Schulz Kanzler, dürften die Zinsen auf deutsche Bundesanleihen steigen. Der SPD-Mann will mehr Geld ausgeben. Infolge würde sich die deutsche Bonität verschlechtern und der Zinsabstand zu Frankreich, Italien und Spanien verkleinern. Die Euroländer könnten konvergieren. Es geht darum Deutschland schwächer zu machen, damit die anderen besser aussehen. Dem Euro dürfte das helfen, weil es seinen Fortbestand sichert.