Unterschätzen alle den Euro?
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Unterschätzen alle den Euro?

  • Die Vermögensverwaltungssparte der UBS rechnet mit einem Anstieg des Euros auf 1,15 US-Dollar. Bereits in sechs Monaten soll das Kursziel wegen einer vermeintlichen Unterbewertung des Euros erreicht werden. Dadurch könnte das Switchen von einem Franken-Kredit in einen Dollar-Kredit wieder Zulauf finden. Gemäß der UBS liegt der faire Wert eines Euros bei 1,25 US-Dollar.

  • Wer an den dauerhaften Fortbestand der Eurozone glaubt, bekommt mit der Entwicklung der Staatsschulden ein Argument an die Hand, das für einen Anstieg des Euro-Dollar-Kurses spricht. Die Schulden aller Euroländer im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zuletzt gemäß Eurostat von 91,2% auf 90,1%. In den USA liegt das Verhältnis bei 105%, Tendenz steigend.

  • Auch die Landesbank Hessen-Thüringen rechnet mit einem Anstieg des Euros auf 1,15 US-Dollar. Den Euro-Franken-Kurs sieht die Helaba bei 1,10. Goldman Sachs erwartet hingegen einen Rückfall auf 1 Euro = 1 US-Dollar (Parität). Im Mittel rechnen die meisten Devisen-Auguren gemäß einer Bloomberg-Befragung mit einem Euro-Wechselkurs von 1,03-1,04 Dollar.

  • Die Devisenexperten von JPMorgan Chase empfehlen den Euro zu verkaufen und den Schweizer Franken zu kaufen, berichtet Bloomberg. Mit der eidgenössischen Währung im Portfolio könne man sich vor politischen Risiken in der Eurozone schützen. Vorstandschef Jamie Dimon klagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos darüber, dass die die vielen Regulierungen in der Eurozone das Wachstum hemmten.

  • Frankreichs Präsidentschaftskandidat François Fillon, der beste Aussichten hat in den Elysée-Palast einzuziehen, schwebt ein europäisches Verteidigungsbündnis mit einem Fonds zur Finanzierung von Auslandseinsätzen, ein Europäischer Währungsfonds und eine Harmonisierung der Unternehmenssteuern für die Eurozone vor, wie er in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen" kundtut.

  • Ob größere Kapitalsammelstellen für Rettungsgelder und militärische Auslandsabenteuer sowie das Regulieren von Steuersätzen die Probleme der Eurozone lösen, ist fragwürdig. Besser wäre es, Fillon hätte Pläne, wie er Frankreichs Wettbewerbsfähigkeit erhöht und Arbeitslosigkeit senkt, als diese nach Südeuropa ausstrahlen würden. Stattdessen fordert er neue Fonds, bei denen Deutschland stets am meisten einzahlen müsste.