Hat der Euro mit Merkel eine Zukunft?
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Hat der Euro mit Merkel eine Zukunft?

Martin Schulz wird deutscher Bundeskanzler und macht Eurobonds. Dem Euro würde CHANGE helfen der Stärke des Schweizer Frankens Einhalt zu gebieten. Es reicht aber nicht, wenn Angela Merkel geht. Ihre Gegenspieler Jean-Claude Juncker und Mario Draghi sind nicht minder problematisch, als sie dafür verantwortlich sind, dass die Gemeinschaftswährung ein Dauerpatient auf der Intensivstation ist.

"Kein deutscher Bundeskanzler vor ihr hätte eine so große wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung (der EU) riskiert", kritisiert Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die Politik von Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble habe entscheidend zu den immer tieferen Krisen in der EU seit 2008 beigetragen, so Gabriel.

Mit dem früheren EU-Parlamentspräsidenten will nun jemand ins Kanzleramt, der in den 18 anderen Euroländern als Retter gesehen wird. Martin Schulz dürfte eine Roadmap zur Einführung von Eurobonds aufzeigen. Es wäre der Weg in die Schuldenunion. Würde der deutsche Steuerzahler für die Schuldenberge von Italien und Portugal mithaften, könnte das dem Euro ein paar weitere Jährchen bescheren.

Merkel-Rücktritt = Euro-Aufstieg

Merkel zeigt sich zunehmend gelangweilt, was den Euro und Finanzthemen angeht. Sie sagt nicht, wie es mit der Eurozone weitergehen soll. Zusammen mit ihrem Finanzminister Schäuble tut sie immer nur gerade so viel, dass es die Eurozone nicht zerreißt. Das geht jetzt schon seit acht Jahren so. Die beiden sind seit Jahrzehnten in der Politik und kleben an ihren Sesseln wie Robert Mugabe in Simbabwe.

Damit der Euro eine Zukunft hat, müssten sich ferner Jean-Claude Juncker und Mario Draghi verabschieden. Sie haben den Solidaritätsgedanken in der Eurozone vollkommen überdehnt. Ergebnis: Leistungsprinzip und Eigeninitiative gibt es in den hochverschuldeten Euro-Südstaaten heute nicht mehr. Die Länder haben sich daran gewöhnt, die Hand aufzuhalten.

In Wahrheit sind es somit nicht die Populisten, die den Euro gefährden, sondern jene, die ihn managen. Das Spitzenpersonal hat in den letzten Jahren dabei zugesehen, wie EU und Euro in eine Existenzkrise schlitterten. Die Währungsunion ist nun an einem Punkt, an dem die Abgänge von Merkel, Schäuble, Juncker und Draghi für ihr Fortbestehen existenziell sind. Das Problem: Das Quartett will kein CHANGE sondern MORE OF THE SAME.