Flash-Crash beim EUR/CHF-Kurs wegen Trump Tweet?
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Flash-Crash beim EUR/CHF-Kurs wegen Trump Tweet?

Der Schweizer Franken wird stärker, nachdem Donald Trump an dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko und an der Abschottung von Teilen der US-Wirtschaft festhält. Wer dachte, er bekomme den weichgespülten Trump von seiner Siegesrede am Wahlabend, hat sich geirrt. Der mexikanische Peso fällt gegen den US-Dollar auf ein Rekordtief. Der EUR/CHF-Kurs schwebt in Flash-Crash-Gefahr.

Auch die Rhetorik gegenüber China wird nicht milder. Trump geht auf Konfrontationskurs. Er behauptet, dass Peking die USA mit Hackerangriffen ausspionierten. An dieser Stelle kommt der Schweizer Franken ins Spiel. Läuft es auf eine Kraftprobe zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt hinaus, dürften viele Anleger eine sichere Zuflucht in der stets neutralen Schweiz suchen.

So wie sich Trump auf der Pressekonferenz präsentiert, wird Europa mit ihm Probleme bekommen. Denn die Langwierigkeit und Kompliziertheit von EU und Nato dürfte aus seiner Sicht purer Zeitverschwendung gleichkommen. Anders als sein Vorgänger Obama, der sich in die Euro-Rettungspolitik immer wieder einmischte, sollte es Trump ziemlich egal sein, wie viele Länder auf dem Kontinent die gleiche Währung haben.

Die große Frage ist, ob die Schweiz, deren Notenbank gerade dank Devisenkurs-Manipulationen und Bilanzaufblähung einen Rekordgewinn von über 24 Milliarden Frank einfuhr, auf dem Radarschirm des 45. Präsidenten auftauchen wird. Sollte Trump mit einem seiner berüchtigten Tweets die Schweizer Finanzgebahren anprangern, könnte das ein Flash-Crash für den EUR/CHF-Kurs zur Folge haben.

Der Schweizer Staat macht sich mit seiner Notenbank Geld und kauft damit unter anderem Aktien von US-Unternehmen. Die Dividenden fließen dann in die Kantone, die damit Straßen etc. bauen. Offenbar sind die Summen aber noch zu klein, weshalb die Schweiz, anders als China, vorerst nicht auf dem Radarschirm von Präsident Trump auftauchen dürfte.

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