Ausblick 2017: Wo lauern Gefahren? Gibt es Chancen?
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Ausblick 2017: Wo lauern Gefahren? Gibt es Chancen?

Chancen
  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dreht an der Zinsschraube. Senkt die SNB den CHF 3-Monats-Libor auf -1% (aktuell: -0,73%), hilft das Franken-Kreditnehmern, deren Aufschlag bisher nicht zur Gänze vom Negativzins in der Schweiz egalisiert wird. Ferner profitieren jene, die schon jetzt keine Zinsen zahlen, weil sie noch länger als bisher veranschlagt vom Zinsdienst befreit sein werden.

  • In den Niederlanden und Frankreich hat sich das Wirtschaftswachstum zuletzt deutlich beschleunigt. Das trägt dazu bei, dass bei den anstehenden Wahlen im März und April die etablierten Parteien gewinnen. Die Populisten haben bei den Wählern das Nachsehen. Der Zusammenhalt der Eurozone ist damit vorerst gesichert.

  • Die EU bildet, wie von Henry Kissinger in Davos angeregt, Länderblöcke, die sich mit dem Themen Sicherheit und Finanzen befassen. Dadurch wird der Entscheidungsfindungsprozess beschleunigt. EU und Euro befreien sich aus ihren defensiven Rollen. Europa unterstreicht, dass es in der Lage ist, sich weiterzuentwickeln.

Gefahren
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Aufkauf von Staatsanleihen und bringt damit den Euro ins Schlingern. Bisher sieht die Beschlusslage des EZB-Rates vor, die monatlichen Anleihekäufe ab April 2016 auf 60 Milliarden Euro zu verringern. Dadurch kommen aber das hochverschuldete Italien und Portugal ins Schlingern, so dass die EZB wieder auf 80 Milliarden Euro hochgeht.

  • Noch feiern die Börsianer Donald Trump, aber irgendwann werde die Realität Oberhand gewinnen, sagt der milliardenschwere Investor George Soros zu Bloomberg. Trumps Ideen über die wirtschaftliche Ausrichtung der USA widersprächen sich selbst. Bald würden die Börsianer aufwachen und einen Crash auslösen. Hat Soros recht, dürfte der Franken als sicherer Hafen sehr gefragt sein.

  • Der Ölpreis beginnt wieder zu fallen, auch weil Trump den Schierferöl- und Gasbereich stark dereguliert und neue Pipelines in den USA gebaut werden. So wie vor einem Jahr schadet ein zu tiefer Ölpreis den Schwellenländern, einem großen Exportkunden der Eurozone. Eine Schwellenmarkt-Krise bringt damit auch die europäische Wirtschaft in Schieflage.