5 Wege wie die Schweiz ein schwachen Franken bekommt
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5 Wege wie die Schweiz ein schwachen Franken bekommt

1. Schweiz senkt Zinsen
Der 3-Monats-Euribor sank von -0,15% im Januar 2016 auf -0,33% im Januar 2017. Der CHF 3-Monats-Libor stieg von -0,75% auf -0,73%. Damit der Franken schwächer wird, muss die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine Zinssenkung vornehmen. Dadurch stellt sie den Zinsabstand von vor einem Jahr, als die Geldmarktzinsen in der Schweiz um 0,6% niedriger waren als in Euroland, wieder her.

2. Hoffen auf Euribor-Anstieg
Die elegantere Variante aus der Sicht der SNB ist auf einen Anstieg des Euribor zu vertrauen. Dann muss sie nämlich nur ihren CHF 3-Monats-Libor konstant halten. Die Commerzbank prognostiziert, dass der 3-Monats-Euribor im Laufe des Jahres von derzeit -0,33% auf -0,25% steigen wird. Die Euribor-Prognose der Landesbank Hessen-Thüringen sieht einen leichten Anstieg auf -0,30%.

3. SNB muss mehr Euros kaufen
Die Schweiz muss wieder mehr Euros kaufen: Ähnlich wie die EZB, die vor dem Ankauf von Staatsanleihen verkündet hatte, ihre Bilanzsumme auf 3 Billionen Euro aufzublähen, muss die SNB sagen: "Wir gehen auf 1 Billion Franken". Damit hätte man etwa 300 Milliarden Franken an Firepower, um den EUR/CHF-Kurs anzuheben.

4. Wirtschaftsfeindliche Abschottung
Nationale Strömungen in der Schweiz starten einen neuen Versuch, die Einwanderung aus der EU zu begrenzen. Das Stimmvolk, das die Initiative gegen Masseneinwanderung vor drei Jahren angenommen hatte, ist von der unzureichenden Umsetzung durch die Berner Regierung enttäuscht. Kommen weniger Arbeitskräfte in die Schweiz, schwächt sich das Wachstum und damit der Franken ab.

5. Helikoptergeld
Die Schweizer setzen als erste das Helikoptergeld ein. Der SNB-Ökonom Romain Baeriswyl hat sich kürzlich positiv über pauschale Geldüberweisungen an die Bürger geäußert. Mit dem Helikoptergeld ist die SNB in der Lage, die Inflation in der Schweiz über die in der Eurozone zu bringen. Dadurch sinken die Realzinsen, und mit ihnen der Schweizer Franken.