Warum der Euro-Franken-Kurs jetzt etwas steigen könnte
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Warum der Euro-Franken-Kurs jetzt etwas steigen könnte

Der Euro stabilisiert sich bei 1,07 Franken, nachdem die Schweizer Regierung ihrer Notenbank den Rücken stärkt. Allmählich ist es an der Zeit, dass der Wechselkurs den guten Konjunkturdaten Rechnung trägt. Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone ist im Dezember auf den höchsten Stand seit 20 Monaten geklettert.

Das geldpolitische Konzept der Schweizerischen Nationalbank (SNB) habe sich bewährt. Ferner heißt es in einer Erklärung der Berner Regierung: SNB-Präsident Thomas Jordan und seine Währungshüter könnten bei Bedarf den Franken-Wechselkurs beeinflussen (also die SNB-Bilanzsumme aufblähen), um die Preisstabilität zu gewährleisten (also die Inflation anheizen).

Sehr gute Konjunkturdaten werden vom Euro bisher ignoriert. Nachdem sich das Geschäftsklima in Deutschland und Frankreich aufgehellt hat und die zuverlässigen Einkaufsmanager-Indikatoren überraschend robust ausfielen, hat sich nun auch das Verbrauchervertrauen in der Eurozone stärker verbessert als erwartet.


Der schwache Abwärtstrend des EUR/CHF-Kurses und die Tatsache, dass die Unterstützung bei 1,0690 (wohl auch dank Euro-Stützungskäufen der SNB) im Großen und Ganzen gehalten hat, eröffnet ein wenig Erholungspielraum. Viel ist aber nicht drin. Bei 1,0790-1,0825 liegt ein rechte breite Widerstandszone.

Gefährlich für den Euro wird es noch einmal am Freitag, wenn das KOF-Konjunkturbarometer für Dezember veröffentlicht wird. Sollte der aussagekräftige Indikator die Erwartungen übertreffen, wäre das ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Schweizer Wirtschaft längst an die Frankenstärke gewöhnt hat und wohl auch mit EUR/CHF-Kursen bei 1,00-1,05 zurecht käme.