So geht es mit dem EUR/CHF-Kurs im Juni 2016 weiter
+++ Eurokurs aktuell bei 1,0830 Franken +++
Eurozone kann verbleibende Zweifel nicht ausräumen...>
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So geht es mit dem EUR/CHF-Kurs im Juni 2016 weiter

Der Schweizer Franken hat sich in den letzten Wochen recht deutlich abgeschwächt. Im Gegenzug kletterte der Euro von 1,0842 Franken auf 1,1108 Franken (+2,45%). Damit die Aufwärtsbewegung im Juni - dem Monat der Wahrheit - weitergeht, muss zunächst einmal die Unterstützungszone bei 1,1020-1,1050 halten. Danach sieht es momentan aus, weshalb ein Anstieg über 1,12 auf der Agenda steht.

Aktuell notiert der Euro bei 1,1095 Franken. Es fehlt nur ein Hauch, um das in der letzten Woche bei 1,1108 erreichte Hoch zu überbieten, was den Eurokurs auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Monaten brächte.

Am 15. Juni gibt es eine mit Hochspannung erwartetet Sitzung der US-Notenbank (Fed). Die Anzeichen mehren sich, dass es auf dem Treffen zur zweiten Leitzinserhöhung seit der Finanzkrise 2008 kommt. Fed-Chefin Janet Yellen nebst Kollegen haben deutlich gemacht, dass für sie die am eine Woche später stattfindende Brexit-Volksabstimmung kein Grund ist, eine Straffung der Geldpolitik aufzuschieben.

Brexit: Alles Schall und Rauch

Die Briten werden wahrscheinlich am 23. Juni für einen Verbleib in der EU stimmen. Dies zeigen aktuelle Umfragen, in denen die Brexit-Befürworter weit abgeschlagen sind. Am 26. Juni finden dann noch Parlamentswahlen in Spanien statt. Sollte er die Wahl gewinnen, würde er die Steuern für Unternehmen und Privatpersonen senken, verspricht der amtierende Ministerpräsident Spaniens, Mariano Rajoy.

Eine von den USA ausgehende Zinswende, die früher oder später auch Europa erreichen dürfte, kein Brexit und geordnete politische Verhältnisse in Spanien kämen einem Befreiungsschlag für den Euro gleich. Infolge wären neue Höchststände jenseits von 1,12 möglich, vorausgesetzt das deutsche Bundesverfassungsgericht sorgt am 21. Juni nicht für einen Paukenschlag.

Dann werden die Richter entscheiden, ob Mario Draghi unbegrenzt Geld zum Kauf von Staatsanleihen drucken, und die Risiken dieses Unterfangens auf die deutschen Steuerzahler abwälzen darf. Letzteres ist hochumstritten, weil sich ein nicht-gewähltes Notenbank-Gremium dazu ermächtigt, das Budgetrecht des deutschen Parlamentes auszuhebeln.