Ausgangslage für EUR/CHF-Kurs ist vielversprechend
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Ausgangslage für EUR/CHF-Kurs ist vielversprechend

Die Arbeitslosigkeit im Euroraum ist immer noch viel zu hoch und die Inflation viel zu tief. Für den Euro-Franken-Kurs ist das kein Problem. Er lässt sich nicht in die Knie zwingen. Stattdessen bleibt die Devisennotierung in Tuchfühlung mit der Marke bei 1,10. Etwaige Versuche der Europäischen Zentralbank (EZB) den Euro über eine Aufstockung der Anleihekäufe abzuschwächen, sind zum Scheitern verurteilt, sagt der britische Bankenriese HSBC.

In den USA liegt die Arbeitslosigkeit bei 5%, in Japan bei 4% und in Großbritannien bei 6%. Die in diesen Ländern durchgeführten Wertpapierkaufprogramme der jeweiligen Notenbanken haben dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit sank. Im Euroraum will sich dieser Effekt nicht einstellen. Die Arbeitslosenrate lag im August bei 11%, wie Eurostat heute mitteilt.

Mario Draghis EZB muss daher weiterhin mit dem Vorwurf leben, eine arbeitsplatzkillende Geldpolitik zu betreiben. Anleihekäufe funktionieren offenbar nur in Währungsräumen, in denen es eine gemeinsame Haushaltspolitik gibt. Beim Anschubsen der Inflation bleibt die EZB ebenfalls erfolglos. Die jährliche Inflationsrate lag im September gemäß einer ersten Eurostat-Schätzung bei -0,1%. Die Notenbank ist meilenweit von ihrem Ziel einer Inflationsrate von knapp 2% entfernt.

"Sollten sie versuchen die Währung über eine zusätzliche quantitative Lockerung abzuschwächen, glauben wir, dass das ziemlich schwierig werden wird." Das sind die Worte von David Bloom, Chef der Devisenabteilung bei dem britischen Bankenriesen HSBC. Bloom glaubt nicht daran, dass sich der Euro bei einer Aufstockung der Käufe von Staatsanleihen, wie von EZB-Vizepräsident Vitor Constancio zuletzt angedeutet, abschwächen wird.

Man solle sich nicht wundern, wenn der Euro aufwerte, zitiert Bloomberg den Devisenexperten. Blooms Abteilung rechnet mit einem Anstieg des Euros von aktuell 1,12 Dollar auf 1,20 Dollar. Käme es dazu, dürfte auch der Euro-Franken-Kurs klettern. Die von Morgan Stanley prognostizierte Zunahme des Euros auf 1,15 Franken aufgrund von Kapitalabflüssen aus der Schweiz könnte sich bewahrheiten.

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