Auguren ermutigen Franken-Kreditnehmer zum Aussitzen
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Auguren ermutigen Franken-Kreditnehmer zum Aussitzen

Weil sich der Euro trotz widrigem Marktumfeld über 1,06 Franken behauptet, stehen die Chancen gut für neue Jahreshochs. Im Lager der Banken-Auguren herrscht große Einigkeit darin, dass das Devisenpaar auf 1,10 steigt. Wann es soweit ist, darüber zanken sich die Wechselkursprognostiker. Nichtsdestotrotz dürfte es sich für die meisten Franken-Kreditnehmer am Ende ausgehen.

"Langfristig sollte der Euro wieder auf ein Niveau von etwa 1,10 Schweizer Franken steigen", prognostiziert die DZ Privatbank. Mit "langfristig" meint das in Zürich ansässige Geldhaus innerhalb eines Jahres.

Die Raiffeisen Zentralbank drückt auf die Bremse. Sie sagt: "Wir gehen davon aus, dass die Marktkräfte auch in den kommenden Monaten keine deutliche Abschwächung des Franken bewirken werden." Schlussendlich werde es aber zu einer Abwertung des Schweizer Franken kommen, meinen die Devisenexperten. Sie kalkulieren mit einem Anstieg des Euros bis Juni 2016 auf 1,10 Franken.

Dass es sehr viel rascher nach oben gehen wird, sagt die Landesbank Hessen-Thüringen. Sie sieht den Euro in den kommenden zwei Monaten auf 1,10 Franken steigen. Anders als eine andere große deutsche Landesbank rechnet sie nicht mit einem Rücksetzer im Jahr 2016, sondern einer stabilen Kursentwicklung bei 1,10.

Die Bayerische Landesbank sieht den Euro bis Oktober 2015 auf 1,09 Franken steigen, gefolgt von einem Rückgang auf 1,07 Franken. Begrenzt werde das Anstiegspotential des EUR/CHF-Kurses von einem Grexit, den die Bank für das Winterhalbjahr erwartet. Hinzu kämen die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB), die stärker und länger ausfallen sollen als erwartet.

Abreifungsspitze

Ob der Anstieg des Euro-Franken-Kurses bereits in den nächsten Monaten oder erst im nächsten Jahr kommt, spielt für die meisten Franken-Kreditnehmer eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass die Aufholjagd bis zum Jahr 2020 abgeschlossen ist.

In Österreich werden die meisten Franken-Kredite gemäß den Daten der Finanzmarktaufsicht (FMA) in Wien zwischen 2020 und 2025 fällig (Abreifungsspitze). Bis dahin könnte der Euro sogar auf 1,30 Franken klettern. Das wäre der Mittelkurs zwischen dem Hoch vom Oktober 2007 bei 1,68 und dem Tief vom Januar 2015 bei 0,92.

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