Pokerspielchen statt Politik
+++ Euro steigt am Freitagabend auf 1,0790 Franken +++
Die Schweizer machen ihren Franken stark...>
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Pokerspielchen statt Politik

Weil der Euro zum Franken nicht steigt, steckt die Schweizerische Nationalbank (SNB) in der Klemme. Sei hat ihr Pokerspiel verloren. Nun ist Zahltag. Es werden die mit der jahrelangen Manipulation von Wechselkursen gemachten Verluste fällig. Wie man pokert, kann sich SNB-Präsident Thomas Jordan von Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble abschauen.

Nach 30 Milliarden Franken Verlust im ersten Quartal werde die SNB im zweiten Quartal erneut 20 Milliarden Franken machen. Dadurch ergebe sich im ersten Halbjahr 2015 ein Verlust von 50 Milliarden Franken. Alle relevanten Wechselkurse, der Goldpreis und die Kurse von Aktien und Anleihen entwickelten sich für die SNB unvorteilhaft, schreibt die UBS in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie, die der Schweizer Zeitung "20 Minuten" vorliegt.

Weiterlesen: Die Vollkaskomentalität der Schweizer Notenbank

Am Devisenmarkt sieht es düster aus für die Schweizerische Nationalbank. Der Euro sinkt von 1,05 Franken auf 1,04 Franken. Die Verluste der SNB würden sich bei einem Anstieg der Gemeinschaftswährung Richtung 1,10 Franken verringern. Danach sieht es derzeit wegen der halbherzigen Rettung Griechenlands und eines hilflosen griechischen Ministerpräsidenten nicht aus.

Tsipras ist Spross jener griechischen Oberklasse, die den Staat verachtet und ausplündert, die nur die Sonnenseite des Lebens kennt.

Der erfahrende deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die Regierung in Athen ausgetrickst. "Doch ist ein wirklicher Schuldenschnitt mit einer Mitgliedschaft in der Währungsunion unvereinbar." Ein freiwilliges Ausscheiden "wäre für Griechenland der bessere Weg", sagt Schäuble dem Deutschlandfunk. Dies werde zunehmend auch in Griechenland so gesehen.

Damit erkennt Deutschland die Notwendigkeit eines harten Schuldenschnitts zum ersten Mal an. Es ist aber nur dazu bereit, wenn Griechenland im Gegenzug die Eurozone verlässt. Alexis Tsipras landet in der Sackgasse. Sein lang ersehnter Traum von einem Schuldenschnitt ist zwar greifbar nahe. Allerdings traut er sich nicht, zuzugreifen. Tsipras scheint unfähig, um Griechenland mit der Wiedereinführung der Drachme flott zu machen.

Zum Thema:
Kein Englisch, keine Auslandserfahrung, nie was gearbeitet