Grexit-Gefahr nicht vom Tisch = EUR/CHF bleibt schwach
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Grexit-Gefahr nicht vom Tisch = EUR/CHF bleibt schwach

Neue Absichtserklärungen der griechischen Regierung tragen dazu bei, dass sich der Eurokurs vorerst nicht unter 1,05 Franken bewegt. Angela Merkel setzt Alexis Tsipras in die Spur. Ob der nicht wieder ausschert, wenn er die Hilfsgelder hat, steht in den Sternen. Derweil bandelt sich der Euro-Franken-Kurs von den steigenden Aktienmärkten ab.

Wenn die Reformliste an die Eurogruppe übermittelt worden sei, würden die Mittel für die griechische Wirtschaft freigegeben, erklärte Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis nach einem Spitzentreffen in Brüssel. Die Siebener-Runde aus Deutschland, Frankreich und den EU-Spitzen habe die Griechen wieder in die Spur gesetzt, sagte EU-Kommissar Günther Oettinger am Freitagmorgen im Deutschlandfunk.

Für bare Münze will niemand die Zugeständnisse von Alexis Tsipras nehmen. Er leiste nun ein paar Unterschriften unter fiktive Reformvorhaben, um sein Land, das kurz vor dem Staatsbankrott stehe, über Wasser zu halten. Wenn sich die Lage wieder beruhigt habe, gehe das Theater von vorne los, meinen viele Beobachter in Brüssel.

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Derweil hat sich ein Zusammenhang zwischen dem Aktienmarkt und dem Wechselkurs abgeschwächt. Zwischen Ende Januar und Ende Februar zogen sich Euro Stoxx 50 und Euro-Franken-Kurs gegenseitig nach oben, was darauf zurück zu führen war, dass die billionenschweren Schweizer Vermögensverwalter ihre Liebe für den Euroraum neu entdeckt haben.


Der Zusammenhang hat sich zuletzt abgeschwächt. Während der wichtigste Aktienindex für den Euroraum seinem Anstiegspfad treu blieb, segelte der Euro-Franken-Kurs von 1,0812 auf 1,0528 nach unten. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Gemeinschaftswährung weiter abwertet, sollte es zu der aus Sicht vieler Börsianer längst überfälligen Aktien-Korrekturbewegung kommen.