Euro schnuppert bei 1,0670 Franken Höhenluft
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Euro schnuppert bei 1,0670 Franken Höhenluft

Der Eurokurs klettert von 1,0510 Franken auf 1,0670 Franken. Antriebsfeder ist ein sich verbreitender Wirtschaftsaufschwung im Euroraum. Auch beim Anheizen der Inflation machen die Euroländer Fortschritte. EZB-Präsident Mario Draghi sieht die Wirtschaft in einer sich stetig verbessernden Situation.

Zum fünften Mal in Folge verbessert sich die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland. Der von Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index erhöhte sich von 53,0 Punkten im Februar auf 54,8 Zähler im März. "Die Konjunkturerwartungen für Deutschland bewegen sich weiter auf hohem Niveau", sagt ZEW-Präsident Clemens Fuest.

Analysten und Investoren hatten mit ein wenig mehr gerechnet. Die erwarteten 58,9 Punkte wurden jedoch wegen geringen Fortschritten bei der Lösung der Ukraine-Krise sowie der griechischen Staatsschuldenkrise nicht erreicht. "Dies wirkt sich dämpfend auf die Erwartungen aus", so Fuest.

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Dass der Euro-Franken-Kurs nicht unter 1,06 sinkt, dürfte an den guten Konjunkturperspektiven für Europa liegen. Anders als der deutsche ZEW übertrifft der ZEW für den Euroraum mit einem Anstieg um 9,7 Punkten auf 62,4 Zähler deutlich die Erwartungen der Analysten.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, äußert sich bei der Eröffnung des Finanztages der Süddeutschen Zeitung erneut positiv über die im Euroraum gemachten konjunkturellen Fortschritte. Gleichzeitig appellierte er an die Politik den durch die besseren ökonomischen Rahmenbedingungen gewonnen Spielraum für weitere Reformen zu nutzen.

Die EZB macht auch bei ihrem Ziel der Anheizen der Inflation Fortschritte. Die jährliche Kerninflationsrate im Euroraum, die die Preise für Öl und Nahrungsmittel ausspart, kletterte von 0,6 Prozent im Januar 2015 auf 0,7 Prozent im Februar 2015. Die "normale" Inflation legte von -0,6 Prozent auf -0,3 Prozent zu.

Ob sich der Eurokurs über 1,06 Franken halten kann und vielleicht sogar einen erneuten Angriff auf die Marke bei 1,08 Franken startet, dürfte sich am Donnerstag entscheiden. Sodann hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine mit Spannung erwartete Sitzung ab, die mit verbalen Devisenmarktinterventionen sowie noch negativeren Zinsen gespickt sein könnte.

Sollte SNB-Präsident Thomas Jordan nichts Neues liefern, könnte das die Initialzündung für einen Rückgang des Euro-Franken-Kurs Richtung 1,00 (Parität) sein.

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