Euro findet kein Entrinnen aus der Abwärtsbewegung
+++ Euro schließt bei 1,0774 Franken +++
Die Schweizer machen ihren Franken stark...>
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Euro findet kein Entrinnen aus der Abwärtsbewegung

Der Euro-Franken-Kurs verfrühstückt den Negativzins-Schub der Schweizerischen Nationalbank, und so sinkt die Devisennotierung auf 1,2020. Schwache Konjunkturdaten aus Italien und Spanien untermauern die Schwächephase der Gemeinschaftswährung, welche auch durch Bemerkungen über die Nullzinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi gespeist wird.

Die Stimmung in den Chefetagen italienischer Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe hat sich entgegen den Erwartungen eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sank von 49,0 Punkten im November 2014 auf 48,4 Zähler im Dezember 2014, teilte das Marktforschungsinstitut Markit heute mit. Spaniens PMI fiel von 54,7 Punkten auf 53,8 Zähler.

Für den EUR/CHF sind die schwachen Vorgaben aus Südeuropa offenbar ein Anlass die Abwärtsbewegung fortzusetzen. Zwar kletterte der Wechselkurs in der Vorweihnachtswoche im Zuge eines überraschenden Zinsentscheides spontan auf 1,2095. Der Anstieg wurde jedoch an der Trendlinie umgekehrt.


Inzwischen hat der Abwärtsbewegung wieder das Kommando übernommen. Aus charttechnischer Sicht scheint kein Weg an einem erneuten Aufsetzer auf den Euro-Mindestkurs bei 1,20 Franken vorbei zu gehen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) müsste sodann wieder die Notenpresse ankurbeln.

Die Zinsen seien seit langem "sehr, sehr niedrig" - und das werde "wahrscheinlich noch eine Zeit so bleiben", sagte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), im Gespräch mit der Zeitung Handelsblatt. In Bezug auf den umstrittenen Kauf von Staatsanleihen stellte der Italiener fest, dass dies ein Mittel sei, um das Preisstabilitätsmandat zu erfüllen.

Die EZB befinde sich in Vorbereitungen, den Umfang, das Tempo und die Zusammensetzung der Lockerungsmaßnahmen Anfang 2015 zu verändern, sollte dies notwendig werden, um auf eine zu lange Periode zu niedriger Inflation zu reagieren, erklärte Draghi. Diese Aussagen bestätigen die These, dass es am Super-Donnerstag einen Entscheid über den Kauf von Staatsanleihen geben wird.

Abbildung:
Wie geht es weiter mit dem EUR/CHF-Kurs?