Euro in Lauerstellung, Ausbruchswahrscheinlichkeit gestiegen
+++ Eurokurs aktuell bei 1,0760 Franken +++
Der Franken bleibt deutlich überbewertet ;-)
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Euro in Lauerstellung, Ausbruchswahrscheinlichkeit gestiegen

Am Devisenmarkt notiert der Eurokurs aktuell bei 1,23 Franken. Die Gemeinschaftswährung konnte in den letzten drei Handelstagen zulegen. Zwar fielen die Kursgewinne moderat aus. Die Chancen eines Blitzanstieges sind allerdings gestiegen. Die Höchststände vom Januar bei 1,2568 sowie vom Mai bei 1,2650 stehen nach wie vor zur Disposition.

Die charttechnische Konstellation, allen voran der seit knapp einem Jahr steigende 200-Tage-Durchschnitt, spricht langfristig für eine Aufwertung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken. Auf kurze Sicht deutet eine Dreiecks-Formation darauf hin, dass es Anfang September, wenn Investoren aus dem Urlaubs zurückkehren und die Europäische Zentralbank ihre nächste Sitzung abhält, zu einem steilen Anstieg kommen könnte.

Am 22. Mai 2013 kletterte der Eurokurs mit 1,2650 Franken auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Gleichzeitig kam es zu einem Anstieg des Dollars auf 0,9840 Franken. Aktuell kostet der Dollar lediglich 0,9215 Franken. In Anbetracht der Debatte über den Ausstieg der Fed aus der ultralockeren Geldpolitik und einer etwaigen Aufwertung des Dollars, gilt nach wie vor folgende Richtschnur:

Damit der Wechselkurs Euro Franken kräftig steigt, braucht es eine Zunahme beim Dollarkurs CHF, wenn möglich zur Parität. Die Anzeichen dafür stehen nicht schlecht. So stiegen die Zinsen von zehnjährigen US-Staatsanleihen seit Anfang Mai 2013 von 1,62 auf 2,81 Prozent. Die Erhöhung ist ein Folge des amerikanischem Wirtschaftswachstums und der Aussicht auf ein Ende der extrem lockern Geldpolitik.

Die Zinsen von eidgenössischen Zehnjahresobligationen kletterten in den letzten vier Monaten von 0,55 Prozent auf 1,15 Prozent. Der Zinsunterschied zu den USA weitete sich dennoch kräftig aus, und zwar von 1,07 auf 1,66 Prozent aus. Damit hat der Dollar gegenüber dem Franken einen recht ordentlichen Zinsvorteil. Dies spricht für einen Anstieg beim Dollarkurs CHF, was wiederum den Euro CHF anschieben würde.