Nationalbank: „Mindestkurs ist eine Extremmaßnahme“
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Nationalbank: „Mindestkurs ist eine Extremmaßnahme“

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bezeichnet den Mindestkurs zum wiederholten Mal als „Extremmaßnahme“. SNB-Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg sprach am Mittwochabend von einem monetären Problem, welches die Frankenaufwertung nach sich ziehe. Derweil notiert der Eurokurs ein wenig fester bei 1,2043.

„Angesichts der starken und raschen Aufwertung des Frankens, mit der sich die Schweizer Wirtschaft im Sommer 2011 konfrontiert sah, hat die SNB einen Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro festgelegt und dadurch zur Stabilisierung der Wirtschaft beigetragen, sagte Zurbrügg laut Redetext. „Der Mindestkurs hat in der breiten Öffentlichkeit und in der Politik Unterstützung gefunden. Er muss aber als Extremmassnahme verstanden werden. Er kann nicht sämtliche Probleme der Schweizer Wirtschaft lösen und birgt auch beträchtliche Risiken“.


Am Devisenmarkt klettert der Kurs des Euro gestern im Tageshoch auf 1,2049 CHF. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,2043 CHF. Zum US-Dollar befindet sich der Euro in einer sehr viel deutlicheren Aufwärtsphase. Das Devisenpaar EUR/USD klettert um 14:20 Uhr MEZ auf 1,2890. Vor neun Tagen dümpelte die Einheitswährung noch bei 1,2661 und drohte in den Bereich 1,20-1,25 abzurutschen.

Während der Euro Dollarkurs einen wichtigen Widerstand bei 1,2830 bereits hinter sich gelassen hat, lässt der Euro CHF auf sich warten. Ein Schlusskurs über 1,2050 wäre erforderlich, damit eine Aufwärtsphase eingeläutet werden kann. Ob es anschließend einen Angriff auf das Septemberhoch bei 1,2182 geben wird, erscheint jedoch eher unwahrscheinlich