Wirtschaftswachstum Schweiz enttäuscht mit -0,1% auf breiter Front
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Wirtschaftswachstum Schweiz enttäuscht mit -0,1% auf breiter Front


Die Schweizer Wirtschaft ist am schrumpfen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im zweiten Quartal 2012 um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal ab, meldet das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Ökonomen hatten mit einer Zunahme von 0,2 Prozent gerechnet. Die robuste Inlandsfrage konnte den schwachen Außenhandel nicht egalisieren.

Am Devisenmarkt schwächt sich der Schweizer Franken gegenüber dem Euro ein wenig ab. Das Währungspaar steigt von EUR/CHF 1,2005 auf 1,2009. Gegenüber dem US-Dollar präsentiert sich der Euro robust. Er klettert im frühen europäischen Handel auf 1,2625. EZB-Notenbankchef Mario Draghi sagte bei einer Anhörung in Brüssel, dass der Kauf von Staatsanleihen mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren nicht gegen das Mandat der Zentralbank verstoße.

„Die Warenexporte (ohne Edelmetalle, Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenstände und Antiquitäten) haben im 2. Quartal um 0,7% abgenommen. Ein negativer Verlauf ist in der Mehrzahl der Rubriken beobachtbar. Exporte der Chemikalien und verwandten Erzeugnissen wie auch von Maschinen, Apparate und Elektronik haben sich zurückgebildet. Einzig die Exporte der Präzisionsinstrumente und Uhren und Fahrzeuge verzeichneten positive Wachstumsraten“, schreibt das SECO.

Wie hart das Schweizer Wirtschaftswachstum mittlerweile von der Euro-Krise getroffen wird, zeigt die BIP-Entwicklung auf Jahresfrist. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 kletterte das Volkseinkommen um 0,5 Prozent. Analysten waren bisher von einem Wachstumstempo in Höhe von 1,3 Prozent ausgegangen. Die Industriekonjunktur ist schwach. Ohne den robusten inländischen Konsum würde der Schweiz womöglich eine Rezession und Deflationsspirale drohen.