CHF Prognose von Ex-SNB Direktor Blattner bei EUR/CHF 1,30
+++ Euro mit Tiefstmarke bei 1,1410 Franken +++
Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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CHF Prognose von Ex-SNB Direktor Blattner bei EUR/CHF 1,30

Mit dem fulminanten Anstieg des Euros erhöht der frühere Direktor der Schweizerischen Nationalbank, Niklaus Blattner, seine Eurokurs CHF Prognose auf 1,30. Der Wechselkurs kletterte am Freitag auf EUR/CHF 1,2154. Das war der höchste Stand seit dem 8. Januar 2012. Aktuell notiert der Eurokurs bei 1,2106 Franken.

Blattner rechnet damit, dass sich der Euro-Franken-Kurs in nächster Zeit von der Untergrenze von 1,20 lösen und sich in Richtung Kaufkraftparität bewegt, die bei 1,30 Franken liegt, schreibt die „SonntagsZeitung“. „Nach der Ankündigung von EZB-Direktor Mario Draghi kann kein Zweifel mehr bestehen, dass der Euro fortbestehen und Griechenland in der Währungsunion bleiben wird“, erklärt Blattner.

Die Schweizer Franken Prognose des Ex-SNB Direktors dürfte die Stimmung bei Frankenkreditnehmern aus dem Euroraum heben. Plötzlich stehen die Konvertierungsangebote der Banken in einem anderen Licht da. Insbesondere österreichische Geldhäuser werben seit einigen Wochen massiv dafür Verluste zu realisieren und in einen Eurokredit umzusteigen.

Süßes Gift

Wer das Ganze ignorierte und seinen Franken-Fremdwährungskredit „aussitzen“ will, dem geben die aktuellen Marktereignisse Recht. Allerdings kann sich die Lage schlagartig ändern. Die Geldpolitik der EZB kann nur Zeit kaufen. Ob angeschlagene Euroländer wie Spanien und Italien die Zeit nutzen, um ihre Wirtschaftsmodelle zu reformieren und auf mehr Wachstums auszurichten, bleibt abzuwarten.

So ist die EZB Prognose für das Wirtschaftswachstum 2013 der Eurozone von großer Unsicherheit geprägt. Die volkswirtschaftliche Abteilung der Notenbank rechnet mit einer Veränderung des realen Bruttoinlandsproduktes zwischen -0,4 und 1,4 Prozent. Angesichts der großen Spannweite hätte man sich die Vorhersage eigentlich sparen können, sagen Kritiker.

„Das süße Gift der Geldspritze ist nur eine vorübergehende Betäubung. Das Aufwachen danach werde umso härter. Wir halten es für wahrscheinlich, dass Griechenland nächstes Jahr aus der Eurozone ausscheiden wird“, zitiert die „SonntagsZeitung“ den Chefökonomen der UBS, Daniel Kalt.