Euro über 1,24 USD, unter 1,2010 CHF
+++ Euro mit Tiefstmarke bei 1,1410 Franken +++
Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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Euro über 1,24 USD, unter 1,2010 CHF

Am Devisenmarkt entkoppeln sich die Wechselkurse Euro Dollar und Euro Franken. So klettert der Eurokurs gegenüber dem Dollar auf ein Zweiwochenhoch bei 1,2427. Das Devisenpaar EUR/CHF fällt hingegen auf 1,2007. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) muss stärker intervenieren, um den Mindestkurs durchzusetzen.

Die Giroguthaben der inländischen Banken bei der Nationalbank kletterten in der zurückliegenden Woche um 3,05 Milliarden auf 280,59 Milliarden Franken. In der Woche zuvor hatte es einen Anstieg um 238 Millionen auf 277,57 Milliarden Franken gegeben. Daraus leitet sich ab, dass die SNB ihre Devisenmarkinterventionen hochfährt, damit die Untergrenze bei 1,2000 unberührt bleibt.

Derweil profitiert der Euro Dollar Wechselkurs von der Aussicht auf neue Staatsanleihekäufe seitens der Europäischen Zentralbank (EZB). Die steigende Risikobereitschaft spiegelt sich in einem Anstieg des deutschen Aktienindex auf 7.089 Zähler wider. So hoch stand der Dax zuletzt Anfang April 2012.

Von dem Risikoappetit profitiert der Euro Wechselkurs zum Dollar. Das Devisenpaar legte seit dem Absturz am 24. Juli 2012 auf das Zweijahrestief bei 1,2042 um knapp vier Cents zu. Wie nachhaltig der Anstieg ist, wird sich im September zeigen. Sodann kehren viele Marktteilnehmer aus dem Urlaub zurück.

Darüber hinaus muss sich die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Notenbanksitzung am 6. September erklären. Die Erwartungen an den Finanzmärkten steigen derzeit ins unermessliche, nachdem das Magazin „Spiegel“ berichtete, die EZB wolle unlimitiert Staatsanleihen klammer Euroländer kaufen, damit die Risikoaufschläge zwischen spanischen- oder italienischen und deutschen Schuldscheinen abschmelzen.

Klar ist, dass die EZB nur Staatspapiere kaufen wird, wenn hilfebedürftige Staaten ein Rettungsgesuch in Brüssel einreichen sollten. Danach sieht es derzeit nicht aus, weil Spanien versucht alleine über die Runden zu kommen. Ein italienischer Hilfsantrag vor einem spanischen gilt als sehr unwahrscheinlich.