Heizölpreise Schweiz steigen auf 93 CHF
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Heizölpreise Schweiz steigen auf 93 CHF

Dollarkurs CHF und Heizölpreis Schweiz steigen und fallen nicht mehr im Tandem. So klettert die Heizölpreisentwicklung zwischen dem 26. Juni und dem 4. Juli 2012 von 89,00 auf 92,60 Franken pro 100 Liter. Im gleichen Zeitraum wertet der Franken gegenüber dem Dollar von USD/CHF 0,9630 auf 0,9525 auf.

Beim Heizölkunden kommt von der Frankenstärke nichts an, weil die Rohölnotierungen kräftig steigen. Das Nordseeöl Brent befindet sich wieder auf dem Weg nach oben und kostet derzeit 100,50 Dollar pro Fass (159 Liter). Vor zwei Wochen kotierte der Erdölpreis bei 89,20 Dollar. Amerikanisches West Texas Intermediate (WTI) verteuert sich von 77,70 auf 87,60 Dollar.

Heizölpreise Schweiz 2011/12

Seit knapp zwei Monaten befindet sich die Heizölpreisentwicklung wieder unter 100-Franken-Marke. In der kalten Jahreszeit kostete der flüssige Brennstoff bis zu 109 Franken. Wer sich im November 2011 den Heizöltank für 109 Franken pro 100 Liter füllen ließ, zahlte bei einer Gesamtabgabe von 3.000 Litern 3.270 Fr.

Heizölkunden, die im Sommer 2011 die Gunst der Stunde nutzten und zu einem Preis von 80 Franken den Heizöltanker kommen ließen, zahlten 2.400 Fr. Schnäpple-Jäger konnten 870 Franken bares Geld sparen. Dieses Jahr deutet sich ein ähnliches Saisonmuster bei der Schweizer Heizölpreisentwicklung an.

So ging es zwar in der letzten Woche um 3,60 auf 92,60 Franken nach oben. Allerdings könnte es sich hierbei um einen Anstieg kurzfristiger Natur handeln. Im vergangenen Jahr erreichten die Heizölpreise in der Schweiz Anfang August ihre Tiefstände bei 80 Franken.

Erdölschwemme

Zwar wird es wegen den höheren Rohölnotierungen wahrscheinlich nicht noch einmal so weit nach unten gehen. Aber Heizölpreise unter 85 Franken in der zweiten Sommerhälfte scheinen wegen der langsameren Weltkonjunktur durchaus vorstellbar. Fachleute sprechen von einem überversorgten Ölangebot.

In den letzten Tagen sei Erdöl stark gestiegen, wegen iranischen Drohgebärden, mit denen Teheran seine Verhandlungsposition gegenüber dem Westen stärken wolle. Das Regime poltert regelmäßig, weil es durch das Ölembargo Europas und der USA weniger Öl verkauft und anstrebt den Einnahmerückgang über einen höheren Erdölpreis teilweise zu kompensieren.