Wichtigster Handelspartner schwächelt
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Wichtigster Handelspartner schwächelt

Das Ifo Geschäftsklima trübt sich immer stärker ein. Deutschlands Konjunktur droht abzureißen, was die Schuldenkrise weiter verschärfen dürfte. Der Index des Münchner Ifo Instituts fällt stärker als prognostiziert von 106,9 auf 105,3 Punkte. Die Erwartungen der Analysten, die mit einem Wert von 106,1 Zählern rechneten, wurden enttäuscht.

Weil die deutschen Unternehmer immer pessimistischer werden, dürfte es auch für die Schweizer Exporteure schwieriger werden. Im Mai 2012 lief der Außenhandel mit der Bundesrepublik im Vergleich zu anderen Euroländern noch recht robust. Dies sollte sich nun ändern, weil der Ifo Index für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands so niedrig notiert wie zuletzt im Juni 2010.

„Die deutsche Wirtschaft befürchtet zunehmende Beeinträchtigungen durch die Eurokrise“, stellt der Präsident des Ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, fest. „Die Erwartungen an das Exportgeschäft haben sie deutlich zurückgeschraubt. Auch die Beschäftigungspläne bleiben defensiv ausgerichtet. Erwartungen für das kommende halbe Jahr wurden kräftig zurückgenommen.“

Am Devisenmarkt wird die Schwäche des Wachstumsmotors Deutschland in erster Linie beim Euro Wechselkurs gegenüber dem Dollar sichtbar. In den zurückliegenden Stunden rauscht das Devisenpaar von EUR/USD 1,2742 auf 1,2520 (-1,74 Prozent). Gegenüber dem Schweizer Franken harrt der Eurokurs bei 1,2008 CHF aus.

Der Schweizer Aktienmarkt notiert kurz vor dem Wochenende im negativen Terrain. Es droht ein Ende der Erholungsphase, die dem SMI zwischen 5. Juni und dem 19. Juni 2012 einen Kursanstieg von 5.715 auf 6.034 Punkte (+5,58 Prozent) bescherte. Aktuell notiert das Aktienbarometer bei 5.992 Punkten. Die Ratingagentur Moody’s stufte gestern nach US-Börsenschluss 15 Großbanken ab, darunter die Credit Suisse und die UBS.