In 3 Monaten muss Katze im Sack sein
+++ Euro sinkt auf 1,1420 Franken +++
Freiheit statt Sozialismus: Euro-Warnlampe blinkt...>
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In 3 Monaten muss Katze im Sack sein

Weniger als drei Monate verbleibe für die Rettung des Euro, sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, im Gespräch mit dem amerikanischen TV-Kanal CNN. Bei der Bewältigung der Schuldenkrise müsse es jetzt schnell gehen. Der internationale Druck, insbesondere auf Deutschland mehr Zugeständnisse für Südeuropa zu machen, dürfte dieses Wochenende auf dem G20 Gipfel in Mexiko weiter steigen.

Am Währungsmarkt gräbt sich der Eurokurs gegenüber dem Schweizer Franken wieder an. Aktuell notiert das Devisenpaar bei EUR/CHF 1,2007. Bei dem gestrigen Anstieg auf 1,2016 handelte es sich um ein Strohfeuer. Ähnlich sieht es beim Euro Währungskurs zum Dollar aus. Nach einem kurzen Kursfeuerwerk auf 1,2666 sank die Gemeinschaftswährung auf 1,2450 Dollar. Steigende Zinsen für südeuropäische Staatsanleihen belasten.

Die Renditen für italienische Zehnjahrespapiere klettern auf 6,20 Prozent, das höchste Niveau seit vier Monaten. In Spanien trübt sich die Lage trotz Bankenrettung weiter ein. Die Zinsen für iberische Schuldtitel mit einer Laufzeit von zehn Jahren steigen auf 6,83 Prozent. Spaniens Gang unter den Rettungsschirm wird von den Finanzmärkten als halbherzig beurteilt.

Auch durch die Rettung der maroden Sparkassen über die europäischen Krisenfonds erhöhen sich die Staatsschulden Spaniens. Weil sich die Spanier weiterhin durch Begebung von Staatsanleihen zu hohen Zinsen refinanzieren müssen und das Land auch nächstes Jahr in einer Rezession stecken wird, ist kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht.

IWF-Chefin Christine Lagarde wirkt in ihren öffentlichen Auftritten zunehmend unorthodox. Nachdem sie die Griechen aufgefordert hat endlich Steuern zu zahlen, ruderte Lagarde über ihren Facebook-Konto zurück, indem sie sagte, dass sie nur die reichen Griechen gemeint habe. Ihre Drei-Monats-Frist bei der Bekämpfung der Schuldenkrise, die sie sich vom US-Großinvestor George Soros abkupferte, ist ebenfalls wenig stimmig, weil Lagarde zuvor sagte, dass sie von solchen Fristen nichts halte.