Billiges Heizöl nährt Deflation
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Billiges Heizöl nährt Deflation

Die Schweiz kämpft mit Deflationsgefahren. Im Mai 2012 fielen die Produzenten- und Importpreise doppelt so schnell wie prognostiziert. Die Abwärtsrisiken bei der Preisstabilität machen es der Schweizerischen Nationalbank (SNB) leichter den Mindestkurs auf internationaler Ebene zu rechtfertigen.

Die Erzeugerpreise sanken gegenüber dem Vormonat um -0,2 Prozent. Die Jahresteuerung purzelte auf -2,3 Prozent. Der Rückgang ist „insbesondere auf tiefere Preise für Erdöl und Erdölprodukte zurückzuführen“, vermeldet das Bundesamt für Statistik. Die Produzentenpreise der im Inland hergestellten Güter kletterten zwischen April und Mai 2012 um 0,1 Prozent.

SNB tagt

Am Devisenmarkt notiert der Eurokurs aktuell bei 1,2008. Während des frühen europäischen Handelsgeschehens stieg das Devisenpaar auf 1,2011. In die Lethargie der Euro CHF Kursentwicklung dürfte morgen ein wenig Bewegung reinkommen. Die geldpolitische Sitzung der Nationalbank steht auf der Tagesordnung.

Bei den Zinsen hat die SNB keinen Handlungsbedarf. Analysten erwarten, dass das Zielband zwischen 0,00 und 0,25 Prozent verharrt und die Notenbanker weiterhin Leitzinsen am unteren Ende des Bandes anvisieren. Aktuell liegt der 3-Monats-Libor bei 0,09 Prozent. Was den Wechselkurs jedoch bewegen könnte, wären Hinweise von SNB-Präsident Thomas Jordan auf die mögliche Einführung von Kapitalverkehrskontrollen.

Auf solche Gerüchte hat der Schweizer Franken in den zurückliegenden Wochen äußerst sensibel reagiert. So kletterte der Eurokurs Ende Mai auf 1,2074 CHF, nachdem durchgesickert war, dass die Nationalbank und der Bundesrat Pläne zur Einschränkung der Freizügigkeit ausländischen Kapitals aktiv prüfen.