Stimmen zum Mindestkurs im Mai 2012
+++ Euro sinkt auf 1,1420 Franken +++
Freiheit statt Sozialismus: Euro-Warnlampe blinkt...>
Home » » Stimmen zum Mindestkurs im Mai 2012

Stimmen zum Mindestkurs im Mai 2012

„Um den Mindestkurs zu verteidigen, könnte eine noch stärke Expansion der Geldpolitik erforderlich werden. Dies habe Auswirkungen auf die Inflation und die Bildung von Vermögensblasen. Eine Rückkehr zu einem freien Wechselkurssystem wäre wünschenswert, sobald sich die wirtschaftlichen Bedingungen normalisiert haben.“ (Internationaler Währungsfonds)

„Ein Mindestkurs ist eine Extremmaßnahme. Sollte die internationale Konjunktur sich schlechter als vorhergesehen entwickeln oder der Franken sich nicht wie erwartet weiter abschwächen, könnten erneut Abwärtsrisiken für die Preisstabilität auftreten. Falls die Wirtschaftsaussichten und Deflationsgefahren es erfordern, steht die Nationalbank bereit, jederzeit weitere Maßnahmen zu ergreifen.“ (Schweizerische Nationalbank)

„Der Mindestkurs verschärft die Schuldenkrise. Durch die Anhäufung von Euro-Devisenreserven in deutsche Bundesanleihen weiten sich die Zins- und Risikoaufschläge unter den Euroländern aus. Damit torpediert die SNB die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank und bringt die EZB unter Zugzwang Staatsanleihen klammer Euroländer zu kaufen.“ (Research Concepts)

„Als Kreditversicherer machen wir viele Bilanzanalysen von kotierten und nicht kotierten Unternehmen. Dabei sehen wir zwar Bremsspuren, aber auch, wie erstaunlich gut Firmen mit dieser neuen Realität (EUR/CHF 1,20) umgehen. Dies steht tatsächlich im Kontrast zu der von vielen Vertretern der Schweizer Exportwirtschaft und Politik geäußerten Meinung.“ (Kreditversicherer Euler Hermes,/Cash.ch).

„Eine Umfrage der Société Générale unter Hedgefonds und Unternehmen signalisierte, dass das Vertrauen in die Fähigkeit der SNB, den Mindestkurs zum Euro über den Juni hinaus zu verteidigen, schwindet. Zwar zeigen die Antworten von über 6.600 Kunden der Bank ein starkes Unterstützungsvotum für die SNB. Jedoch bezweifelten einige Investoren, dass es ihr gelingen werde, über die drei Monate hinaus diese Marke zu verteidigen (Société Générale/Bloomberg/Welt Online).