Spike EUR/CHF von 1,2005 auf 1,2019
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Freiheit statt Sozialismus: Euro-Warnlampe blinkt...>
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Spike EUR/CHF von 1,2005 auf 1,2019


Am Devisenmarkt versucht der Eurokurs einen Befreiungsschlag. Nachdem die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Schweizer Franken in der vergangenen Woche auf 1,2074 hochschoss, kommt es zu einem zweiten, überdurchschnittlichen Anstieg. Das Devisenpaar klettert von EUR/CHF 1,2005 auf 1,2019.

Den Anstieg führen Währungsspezialisten auf Aussagen des Vizepräsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Jean-Pierre Danthine, zurück. Dieser brachte bei einem Referat in Genf mit dem Titel „Geldpolitik ist nicht allmächtig“ zum wiederholten Mal negative Zinsen ins Gespräch. Sein Chef, Thomas Jordan, hatte bereits in einem Gespräch mit der „Sonntagszeitung“ Kapitalverkehrskontrollen und weitere Maßnahmen öffentlich thematisiert.

Die Erfahrungen von Schwedens Zentralbank, die Riksbank, zeige, dass negative Zinsen nicht nachteilig für den Bankkunden sein müssten, sagte Danthine. Die Schweiz führte negative Zinsen auf ausländische Sparguthaben in den 1970er Jahren ein. Damals scheiterte die Maßnahme, eine Aufwertung des Frankens konnte nicht verhindert werden. Dies führte schließlich dazu, dass man 1978 den Frankenkurs an die Deutsche Mark koppelte.

Diesmal versuchen es die Schweizer Geldpolitiker offenbar in umgekehrter Reihenfolge. Erst kam der Mindestkurs und nun verdichten sich die Anzeichen für die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen und negativen Zinsen. Unterdessen fällt der Eurokurs wieder zurück und notiert bei 1,2011 Schweizer Franken.