Hotelgäste meiden teuren Frankenraum
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Hotelgäste meiden teuren Frankenraum

Die Schweiz verzeichnet einen starken Rückgang ihrer Logierübernachtungen. Insbesondere ausländische Gäste meiden eidgenössische Hotels, was Branchenbeobachter auf die Frankenstärke zurückführen. Aber auch Inländer haben ihre Hotelaufenthalte nach unten gefahren im Zuge des schwächeren Wirtschaftswachstums im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Unter dem Strich sanken die Logiernächte zwischen März 2011 und März 2012 um 271.000 auf 3,1 Millionen (-8,1 Prozent), meldet das Bundesamt für Statistik (BFS). Die Beherbergungen ausländischer Gäste fiel um 236.000 auf 1,7 Millionen (-11,6 Prozent), während es bei den inländischen Gästen eine Abnahme um 35.000 auf 1,4 Millionen (-2,4 Prozent) Logiernächte gab.

Schwarzwald statt Schweiz

Deutsche zieht es zwar zum arbeiten in die Schweiz, aber nicht mehr zum Urlaub machen. Ihre Logiernächte sanken um 142.000 (-24,0 Prozent), der stärkste Rückgang unter allen Herkunftsländern. Es folgt Belgien mit einer Abnahme um 43.000 und die Niederlande mit einem Minus von 25.000 Logiernächten.

Während die Europäer an Wohlstand verlieren, bereisen immer mehr Russen und Asiaten die Schweiz. Russland verzeichnete ein Plus von 5,5 Prozent, China 30 Prozent und die Golf-Staaten 27 Prozent. Bei dem Kontinent Amerika gingen die Logiernächte um 2,5 Prozent zurück, während Afrika und Ozeanien Steigerungen von jeweils 15 Prozent verzeichneten.

Frankenstärke

Unterdessen muss die Schweizerische Nationalbank (SNB) offenbar etwas mehr tun, damit der Eurokurs über 1,20 CHF verbleibt. Aktuell steht der Wechselkurs bei EUR/CHF 1,2010. Das Devisenpaar Euro Dollar weitet seine Verluste aus und ist kurz davor die Marke von EUR/USD 1,29 zu durchbrechen.

In Spanien wird das viertgrößte Geldhaus des Landes, Bankia, wegen Solvenzproblemen vom Staat übernommen, während es in Griechenland weiterhin drunter und drüber geht. Heute wird voraussichtlich der Sozialist Evangelos Venizelos (PASOK) das Verhandlungsmandat für eine Regierungsbildung übernehmen.