Euro mit gewohntem Zick-Zack-Muster
+++ EUR/CHF-Kurs bei 1,1390 Franken +++
Euro hat Platz bis auf 1,1450 Franken...>
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Euro mit gewohntem Zick-Zack-Muster


Am Devisenmarkt verharrt der Eurokurs zwischen 1,2010-1,2020 CHF. Aktuell notiert das Währungspaar bei EUR/CHF 1,2015. Zuvor prallte die europäische Gemeinschaftswährung erneut an der oberen Begrenzung des engen Seitwärtskanals bei 1,2020 Schweizer Franken ab.

Das derzeitige Wechselkurs-Regime hat seinen Ursprung am Gründonnerstag. Am 5. April 2012 schaute die Schweizerische Nationalbank (SNB) seelenruhig dabei zu, wie der Eurokurs unter sein Februar-Tief von 1,2030 CHF abtauchte. Hierbei handelte es sich um ein wichtiges Unterstützungsniveau, das sich bereits unmittelbar nach der Einführung des Mindestkurses im September 2011 etabliert hatte.

Für Technische Analysten ist der Bruch des Mindestkurses und die kurzzeitige Euro Kursentwicklung auf 1,1990 CHF zweitrangig. Allerdings habe es die Nationalbank versäumt, die dünne Liquidität über Ostern ausnutzen, um das Devisenpaar wieder über EUR/CHF 1,2030 zu etablieren. Dadurch habe man Zwischenspurts auf 1,2125 und 1,2145, wie man sie im Februar und März beobachten konnte, den Weg versperrt.

Aktuell konzentriert sich alles auf den Mindestkurs und wie ihn SNB-Gouverneur Thomas Jordan verteidigen lässt. Viele kurzfristige Spekulanten, die vor Ostern zwischen 1,2040 und 1,2050 kauften und knapp unter 1,2100 wieder verkauften, haben dem Devisenpaar den Rücken zugekehrt. Mit den derzeitigen Mikrobewegungen können sie kein Geld verdienen.

Die Schweizerische Nationalbank wird zum Alleinunterhalter. Ob sie diese Rolle durchhalten kann, werden die Finanzmärkte am 7. Mai 2012 untersuchen. An diesem Tag wird die Nationalbank den Gegenwert ihrer Devisenreserven veröffentlichen. Ende März 2012 hatte man Fremdwährungsreserven in Höhe von 237 Milliarden Franken in den Tresoren.

Ein deutlicher Anstieg über 250 Milliarden Franken würde die dauerhafte Fähigkeit der SNB die Wechselkursuntergrenze zu verteidigen, in Frage stellen. Wenn es in diesem Tempo weiterginge, dann lägen die Devisenreserven bald so hoch wie das Schweizer Bruttoinlandsprodukt und würden zu einem unkalkulierbaren, möglicherweise unbeherrschbarem Risiko.