Frankenkurs sinkt auf 1,2051 pro Euro
+++ Euro steigt kurz auf 1,1630 Franken +++
Euro klettert auf 1,1630 Franken hoch (34-Monatshoch)...>
Home » » Frankenkurs sinkt auf 1,2051 pro Euro

Frankenkurs sinkt auf 1,2051 pro Euro

Am Devisenmarkt nehmen die Kursschwankungen bei den Währungspaaren EUR/USD und USD/CHF zu. Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Schweizer Franken ist davon jedoch nicht betroffen. Die Kursentwicklung befindet sich in dieser Woche in einem engen Band zwischen EUR/CHF 1,2050 und 1,2065. Positive Konjunkturdaten aus Italien verpuffen.

Der Eurokurs fällt im frühen europäischen Handel auf 1,2051 Franken und markiert ein Zwei-Wochen-Tief. Anschließend kann sich die Gemeinschaftswährung hauchdünn erholen und notiert aktuell bei 1,2053. Der Franken kostet 82,97 Euro-Cents. Derweil befreit sich der Euro Dollarkurs aus einer Abwärtskralle und steigt auf 1,3293. Spiegelverkehrt fällt USD/CHF auf 0,9066.

Italiens Detailhandelsumsätze kletterten mit 0,7 Prozent deutlich stärker als erwartet. Analysten hatten für Januar mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gerechnet. Allerdings liegt der Drei-Monats-Durchschnitt zur Umsatzentwicklung mit -0,8 Prozent im negativen Terrain, meldet die italienischen Statistikbehörde Istat. Zinskupons für zehnjährige italienische Staatsanleihen steigen von 4,83 auf 5,15 Prozent.

Niedrigzinsen

„Das heutige Tiefzinsniveau prägt das globale Wirtschaftsumfeld“ sagte das Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Jean-Pierre-Danthine auf dem Money Market Event in Zürich. Danthine geriet in den letzten Wochen wegen einer umstrittenen Devisentransaktion unter Druck. Aktuell sieht es jedoch danach aus, als könne er sich trotz der sensiblen Euro-Verkäufe halten, sagen Beobachter.

Extrem niedrige Zinsen stellen laut dem Danthine-Referat einen Endpunkt einer zwanzigjährigen Entwicklung dar. Teuerungsbereinigte Zinsen nahe Null seien auf die Bestrebungen der Notenbanken zurückzuführen, das Wachstum anzukurbeln. Die seit den Siebziger-/Anfang der Achtziger Jahre nachlassende Inflationsraten ermöglichten den Zentralbanken ihre Leitzinsen zu senken, ohne dabei die Preisstabilität aus dem Auge zu verlieren.