Ab in den Süden auf EUR/CHF 1,2073
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Ab in den Süden auf EUR/CHF 1,2073

Neuer Verkaufsdruck baut sich auf und so fällt der Eurokurs auf 1,2073 CHF. Die Ratingagentur Standard & Poor’s kürzt die Bonitätsnoten von sechs Euroländern. Neben den Sorgenkindern Italien, Spanien und Portugal müssen auch die Slowakei, Slowenien und Malta künftig mit einer geringeren Bonitätsnote zurande kommen.

Die extrem kleinen Kursschwankungen beim Euro CHF Währungskurs lassen das Drei-Wochen-Hoch vom 8. Februar 2011 bei 1,2127 in weite Ferne rücken. Technischen Unterstützungen liegen bei 1,2032, 1,2022 und am Mindestkurs bei 1,2000. Das Devisenpaar EUR/CHF befindet sich seit drei Handelstagen auf einem Sinkflug.

Gerüchte über eine mögliche Staatspleite Griechenlands halten sich hartnäckig. Es gibt weiterhin keine Anzeichen für einen Einigung zwischen der griechischen Regierung und den Banken. Der Schuldenschnitt, mit dem sich die Griechen auf einen Schlag um 100 Milliarden Euro Altlasten entledigen wollen, ist längst nicht in trockenen Tüchern.

Argentinien

Darüber hinaus deuten Kommentare von europäischen Finanzministern darauf hin, dass man eine Staatspleite der Griechen nicht um jeden Preis verhindern will. Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden spricht vor dem Atlantic-Council in Washington von einem griechischen Bankrott, dem Euro-Austritt und einem Neuanfang.

„Ein Austritt Griechenlands aus dem Euroraum wäre nicht mehr so schädlich für die Europäische Union wie noch vor einigen Monaten“, sagt der polnische Finanzminister Jan Vincent-Rostowski. Dies sei den Liquiditätsprogrammen der Europäischen Zentralbank (EZB) verdanken. Ende des Monats können sich Banken im Euroraum noch einmal für einen Zeitraum von drei Jahren und einem Zinssatz von 1,00 Prozent so viel Geld von der EZB leihen wie sie wollen.

Es wird immer darauf verwiesen, dass ein Euro-Austritt Griechenlands nicht möglich wäre, weil damit auch die Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU) beendet würde. Allerdings könnte Griechenland als Euro-Mitglied in den Staatsbankrott gehen und neben dem Euro eine zweite Währung einführen. Dass ein Land mit einer Hartwährung und einer Weichwährung erfolgreich saniert werden kann, hat Argentinien in den letzten zehn Jahren vorgemacht.