Schweizer Teuerung bei -2,3%
+++ Euro mit Tiefstmarke bei 1,1410 Franken +++
Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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Schweizer Teuerung bei -2,3%


Die Teuerung in der Schweiz birgt eklatante Abwärtsrisiken. So fallen die Produzenten- und Importpreis um -2,3 Prozent im Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat, teilt das Bundesamt für Statistik in Neuchâtel mit. Die Deflationsgefahren auf Erzeugerebene sind deutlich ausgeprägter als bei den Konsumenten. Die Verbraucherpreise sinken derzeit mit einem Jahrestempo von -0,7 Prozent.

Unterdessen hangelt sich der Eurokurs ein wenig hoch und steht um 10:42 Uhr MEZ bei 1,2084 CHF. Im asiatischen Handel fiel die Kursentwicklung auf 1,2065. Eine Attacke auf den Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2000 blieb aus. Wenn der heutige Schlusskurs über der Marke von 1,2100 liegen sollte, hätte sich bei EUR/CHF 1,2065 ein Unterstützungsniveau gebildet.

Keine Deflationsgefahren werden bei der monatlichen Teuerung sichtbar. So klettern die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent zwischen November und Dezember 2011. Analysten lagen vollkommen daneben, weil sie einem Rückgang der Produzenten und Importpreise um minus 0,3 Prozent erwarteten. Der Anstieg sei auf Preissteigerungen für Erdöl- und Erdölprodukte zurückzuführen, erläutern die Statistiker.

Abstufungen

Die Verringerung der Bonität von neun Euroländern, darunter Frankreich, Österreich, Italien und Spanien, durch die Ratingagentur Standard & Poor’s , wird durch die Finanzmärkten nicht dramatisiert. Die Reaktion fällt mild aus, von einer abermaligen Abwärtsspirale kann keine Rede sein. Die Ratingagentur Reuters meldete bereits vor Weihnachten 2011 unter Verweis auf EU-Offizielle, dass die Resultate im Januar auf einen Schlag veröffentlicht werden würden.

Zehnjährigen Staatsanleihen von Italien rentieren gegenüber Freitag kaum verändert bei 6,69 Prozent. Spanische Schuldtitel mit einer Laufzeit von zehn Jahren verharren bei 5,24 Prozent. Griechenland steht in dieser Woche einmal mehr im Rampenlicht. Wenn die Verhandlungen mit dem internationalen Bankenverband (IIF) über einen Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent platzen, wäre ein unmittelbarer Euro-Austritt des maroden Mittelmeerlandes wahrscheinlicher.