Eurokurs testet Jordan mit 1,2105 CHF
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Eurokurs testet Jordan mit 1,2105 CHF


Beim Schweizer Franken geht es Schlag auf Schlag. Nach dem Rücktritt von Philipp Hildebrand leitet sein Stellvertreter Thomas Jordan die Nationalbank. Gleichzeitig fällt der Eurokurs auf 1,2105 CHF und markiert ein Vier-Monats-Tief.

Jordan, der wahrscheinlich vom Nationalrat demnächst zum offiziellen Nachfolger Hildebrands an der Spitze Schweizerischen Nationalbank (SNB) ernannt wird, dürfte am Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2000 festhalten. Die Gerüchteküche spült auch den Namen Josef Ackermann hervor, dessen Vorstandsmandat bei der Deutschen Bank in Kürze endet.

„Wir kennen ihn alle als eine Person voller Integrität, herausragenden Fähigkeiten und großer Courage“, sagte der Chef der Bank von England, Mervyn King, über Hildebrand nach seinem Rücktritt. „Solche Leute sind rar. Die Schweiz wird ihn vermissen“.

Der Ex-SNB Chef, der über eine Währungsumschichtung von Franken in Dollar seiner Gattin stolperte, verfügt über eine exzellente Reputation an den Finanzmärkten. Neben dem Top-Job bei der Nationalbank tritt Hildebrand auch von seinem Amt bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel (BIS), der so genannten Zentralbank für Zentralbanken, als Chef der Finanzstabilitätsrates (FSB) zurück.

„Ich habe in dieser Geschichte nie gelogen, im Vergleich zu vielen anderen“, so Hildebrand. Die Rolle seiner Gegner, vornehmlich dem Chef der Schweizerischen Volkspartei (SVP) Christoph Blocher und des Chefredakteurs der Weltwoche Roger Köppel, könnte noch ein Nachspiel haben.

Er wolle juristische Schritte nicht ausschließen, sagte der Ex-Notenbankchef. Durch den Diebstahl von Kontoauszügen der Familie Hildebrand kam die Dollar-Affäre ins rollen.