CHF Kurs stark und trotzig
+++ Euro mit Tiefstmarke bei 1,1410 Franken +++
Tücken des deutschen Wahlergebnis für den EUR/CHF-Kurs...>
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CHF Kurs stark und trotzig

Am Devisenmarkt präsentiert sich der Franken trotzig nach dem Rücktritt von Philipp Hildebrand als Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB). So drückt der CHF Kurs den Euro auf 1,2120. Zuvor fiel die Euro Kursentwicklung auf 1,2105 Franken und stand damit so tief wie zuletzt am 20. September 2011.

Der Euro sei permanentem Verkaufsdruck ausgesetzt, solange sein Wechselkurs unterhalb von 1,2165 CHF liege, warnen Händler. Es bestehe die Gefahr eines Abrutschen auf die hervorstechenden Tiefs bei EUR/CHF 1,2150 vom 20. September 2011 und bei EUR/CHF 1,2022 vom 14. September 2011.

Anschließend könnten Spekulanten in illiquiden Marktphasen, wie nach Schließung der US-Märkte und vor Beginn des asiatischen Handels, versuchen den Euro unter den Mindestkurs von 1,2000 CHF zu drücken. Dadurch würde die Schweizerische Nationalbank einen erheblichen Glaubwürdigkeitsverlust erleiden.

Wirtschaftswachstum 2012

Volkswirte rechnen mit einer Angleichung des Wirtschaftswachstums 2012 zwischen der Schweiz und Deutschland. Credit Suisse prognostiziert eine Erhöhung des eidgenössischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von rund 0,5 Prozent. Die deutschen Forschungsinstitute erwarten ebenfalls einen BIP-Anstieg von einem halben Prozent.

Beim Wirtschaftswachstum 2011 hatte die Bundesrepublik die Schweiz noch klar hinter sich gelassen. So kletterte das deutsche BIP um drei Prozent im letzten Jahr, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die abschließende BIP-Berechnung für die Schweiz steht noch aus, allerdings dürfte die Erhöhung des Volkseinkommens zwischen 1,9 und 2,1 Prozent liegen.

Die beiden Exportnationen leiden unter den Sparorgien in Südeuropa, die jedoch als alternativlos gelten. Der Unternehmensberater Roland Berger spricht bereits von sieben mageren Jahren, ohne die es nicht gehen werde. Ob die Bevölkerung in Griechenland, Portugal, Spanien und Italien das mitmachen steht auf einem anderen Blatt Papier. So könnten in Südeuropa Regierungen an die Macht gewählt werden, welche Euro-Austritte forcieren.